Sonntag, 9. Februar 2014

Fotos der Ausstellung - Beschreibungen I

Die Bilder auf dieser Seite sollen nicht den Besuch der Ausstellung ersetzten. - Den Detailreichtum eines großformatigen Ausdrucks (50x70 cm) können sie nicht wiedergeben. An dieser Stelle soll aber noch Informationen zu den einzelnen Fotos gegeben werden, welche in der Ausstellung nicht direkt bei den Fotos zu finden ist.



Zwei Schwalbenschwänze an Fenchelblüten
(Papilio machaon), Bensheim, 12.08.2011

Diese beiden Schwalbenschwänze waren am gleichen Tag aus der Puppe geschlüpft und ließen ihre Flügel noch aushärten. Daher konnte ich sie gut an den Fenchelblüten fotografieren. Der Fenchel gehört zu den Raupenfutterpflanzen des Schwalbenschwanzes. Durch Anpflanzen im Garten, kann man somit Raupenbiotope für diese wunderschöne und auffällig große Tagfalterart schaffen. Die Art ist bei uns heimisch, aber nicht sehr häufig.


Schachbrettfalter beim Erwachen
(Melanargia galathea), Bensheim, 24.06.2012

Die Nacht verbringen meist Tagfalter meist regungslos auf einer Blüte oder einem anderen Pflanzenteil. Ich hatte die Kamera schon aufgebaut, als die Sonne begann dieses Exemplar zu wärmen und es vor dem Start die Flügel öffnete und mir diese Aufnahme ermöglichte.


Großes Ochsenauge (Pärchen)
(Maniola jurtina), Bensheim, 25.07.2012

Das große Ochsenauge gehört zu unseren häufigsten Tagfalterarten. Man kann es auf Wiesen und auch im Wald beobachten. Auf intensiv genutztem Grünland kommt es jedoch selten vor. Bei der Aufnahme dieses Pärchens musste ich mich sehr behutsam bewegen, da die Falter auch als Paar fliegen können, wobei das Männchen vom Weibchen getragen wird.

 

Schlupf des Großen Schillerfalters I
(Apatura iris), Bensheim, 28.05.2012



Schlupf des Großen Schillerfalters II
(Apatura iris), Bensheim, 28.05.2012

Der Große Schillerfalter ist eine Art, die im Wald lebt und vergleichsweise selten zu beobachten ist. Die Raupe frisst an den Blättern von Saalweiden, welche leider vielerorts unnötigerweise entlang von Waldwegen entfernt werden. Der Schlupf eines Schmetterling ist ein besonderer Moment, der vom Aufplatzen der Puppenhülle bis zur vollständigen Ausbreitung der Flügel nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Daher ist neben der Vorbereitung immer auch Glück nötig um diesen Moment zu fotografieren.


Ganz in Grün (Raupe des Zitronenfalters)
(Gonepteryx rhamni), Zwingenberg, 14.05.2012

Zitronenfaltern sind allgemein bekannt, da sie weite Strecken fliegen und damit auch in Gärten und Parks kommen. Die Raupen entwickeln sich allerdings nur an den Blättern des Faulbaums oder des Kreuzdorns. Durch ihre Farbe und die charakteristische Haltung, welche die Raupe in Ruhephase einnimmt, ist sie gut getarnt und wird nicht so leicht von Vögeln entdeckt. Durch das Anpflanzen der Nahrungspflanzen anstelle von Ziergehölzen, lässt sich viel mehr für die Population der Zitronenfalter tun, als durch Schmetterlingssträucher (Sommerflieder).





Larve der Steppen-Sattelschrecke
(Ephippiger ephippiger), Südfrankreich, 18.07.2012

Die Larven dieser Langfühlerschrecke sitzen gerne in Blüten. Sie verzehren tierische und pflanzliche Nahrung. An dem gebogenen Legebohrer ist zu erkennen, dass es sich hier um eine weibliche Larve handelt. In Deutschland ist diese Art sehr selten und nur in sehr trockenwarmen Gebieten zu finden. In Südeuropa ist sie dagegen weit verbreitet.


Häutung (Steppen-Sattelschrecke)
(Ephippiger ephippiger), Südfrankreich, 18.07.2012

Dieses Männchen der Steppensattelschrecke (kein Legebohrer) hat sich gerade zum letzten Mal gehäutet. Die Häutung ist ein gefährlicher Moment im Leben des Insekts, da das Skelett zum einen sehr weich ist und es in diesem Stadium auch nicht vor Feinden fliehen kann. Die Flügel dieser Art sind stark zurückgebildet und dienen nur noch zum Zirpen, also als „Muskinstrument“.


Wasserfrosch
(Rana esculenta), Bensheim, 17.06.2012

Dieser Frosch war direkt vor meinen Füßen aufgetaucht, als ich dabei war ein paar andere Exemplare, die weiter weg saßen, mit dem Teleobjektiv zu fotografieren. Ich bewegte mich möglichst langsam um ihn nicht zu erschrecken, montierte das Makroobjektiv auf die Kamera und konnte so Aufnahmen aus nächster Nähe machen.


Junger Uhu im Steinbruch
(Bubo bubo) , Heppenheim, 05.06.2011

Uhus brüten häufig in Steinbrüchen, auch wenn diese noch betrieben werden. Hier war ich mit dem Eulen- und Greifvogelbeauftragten des Kreises unterwegs um den Bruterfolg der Uhus zu kontrollieren. Dieser Jungvogel, der das Nest bereits verlassen hatte und schon ein wenig fliegen konnte, zeigte uns mit seiner Haltung deutlich, dass unsere Annäherung unerwünscht war, worauf wir uns zurückzogen. Die Uhus haben in diesem Steinbruch trotz Abbaubetrieb regelmäßig Bruterfolg.

... Fortsetzung folgt in Kürze!

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